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Kulturpolitik

Kultur stattKulturkampf

Für eine lebendige und tolerante Stadt.

Basel ist eine Kulturstadt mit langer Tradition. Vom Theater Basel und dem Sinfonieorchester über die Museen, die Musikakademie, den Jazzcampus und die Kunsthochschule bis zur freien Szene und zur Fasnacht: Basel bietet als Zentrum einer trinationalen Metropolregion ein kulturelles Angebot, das weit über seine Grösse hinausreicht. Hier wird seit Jahrhunderten Kultur gelehrt, geschaffen, gelebt und vermittelt.

Quellen: Kanton Basel-Stadt, Medienmitteilung «Der Regierungsrat verabschiedet das neue Kulturleitbild von 2026 bis 2031», 4. Mai 2026 · Statistisches Amt Basel-Stadt, Kulturpublikumsbefragung 2023/24

Die LDP steht mit Überzeugung zu diesem Angebot. Bürgerlich sein muss nicht heissen, gegen Kulturförderung zu sein. Das zeigt auch das freiwillige Engagement zahlreicher LDP-Mitglieder in Trägerschaften, Vereinsvorständen und Stiftungsräten. Die Förderung muss jedoch gezielt eingesetzt werden. Kultur verbindet Menschen, stärkt das gegenseitige Verständnis und schafft Orte der Begegnung. Ob Quartierfest oder Oper: Gemeinsame Erlebnisse machen Basel-Stadt zu dem, was es ist.

Kunstfreiheit

Freiheit der Kultur schützen

Die kulturpolitische Debatte wird zunehmend durch moralisch aufgeladene und ideologische Forderungen dominiert. Das bedroht die kreative und geistige Freiheit des Kulturschaffens. Besonders problematisch ist, wenn solche Forderungen als Bedingung für Subventionen in Leistungsvereinbarungen einfliessen. Die LDP lehnt das ab. Kulturförderung muss die Unabhängigkeit der Institutionen garantieren. Wer ein Fördergesuch stellt, soll nach künstlerischen Kriterien beurteilt werden. Kultur soll auch vor Übereifer der Verwaltung geschützt werden: Innovationen entstehen aus zivilgesellschaftlicher und privater Initiative, nicht aus der Verwaltung. Die Verwaltung soll als Dienstleisterin und Ermöglicherin auftreten.

Finanzierung

Nachhaltige Finanzierung und Transparenz

Gute Rahmenbedingungen und nachhaltige Finanzierungsmodelle sind Voraussetzung für eine funktionierende Kulturlandschaft. Bei Investitionen müssen Folgekosten transparent ausgewiesen werden. Periodische Betriebs- und Wirkungsanalysen schaffen Vertrauen und ermöglichen evidenzbasierte Entscheide. Das Kulturleitbild 2026–2031 legt dafür erstmals Wirkungsziele fest. An ihnen soll sich die Förderung messen lassen.

Quelle: Kanton Basel-Stadt, Medienmitteilung «Der Regierungsrat verabschiedet das neue Kulturleitbild von 2026 bis 2031», 4. Mai 2026

An diesen Positionenmitarbeiten

Mitglied werden

Private Förderung

Private Kulturfinanzierung stärken

Basel verdankt einen Teil seiner Weltklasse-Kulturlandschaft privaten Mäzeninnen und Mäzenen sowie Stiftungen. Dieses Engagement verdient Anerkennung und attraktive Rahmenbedingungen. Der Dialog zwischen Stiftungen und dem Präsidialdepartement soll weiter intensiviert werden.

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Räume

Räume für Proben und Zwischennutzungen

Bands und junge Kulturschaffende brauchen Räume. Die LDP hat sich für den Neubau der Kuppel mit Bandproberäumen eingesetzt. Steht ein Gebäude des Kantons leer, kann eine Zwischennutzung der Kultur für einige Jahre Platz geben. Eine solche Zwischennutzung soll der Kanton offen und nachvollziehbar vergeben.

Auf einen Blick

LDP-Standpunkte Kultur auf einen Blick

  • Kulturelle Freiheit: Keine politische oder ideologische Bevormundung. Die Verwaltung schafft gute Rahmenbedingungen, ohne die Kultur inhaltlich zu steuern.
  • Privates Engagement stärken: Zusammenarbeit mit privaten Trägerschaften, Stiftungen und Mäzenen auf Augenhöhe. Frühzeitige Subventionsentscheide.
  • Regionale Kulturfinanzierung: Ein paritätisch finanziertes Theater Beider Basel und ein Sinfonieorchester Beider Basel, jeweils ausserhalb des Kulturvertrags. Auch die umliegenden Kantone und Regionen sollen sich angemessen beteiligen.
  • Effiziente Verwaltungsstrukturen: Klare Zuständigkeiten und Entscheidungswege in der Abteilung Kultur. Einen eigenen Bereich für die staatlichen Museen gibt es inzwischen.
  • Kultur besser vermarkten: Mehr Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen, ein jährlicher «Tag der Kultur», bessere Koordination und Vermarktung der Festivals sowie stärkere Kulturberichterstattung.
  • Nachhaltige Finanzierung: Sorgfältiger Einsatz der Fördermittel, transparente Folgekosten und regelmässige Betriebs- und Wirkungsanalysen. Keine starren, prozentual festgelegten Budgetanteile für einzelne Kultursparten.
  • Museen stärken: Mehr unternehmerische Selbstständigkeit und stärkere Museumskommissionen. Ausreichende Mittel für den Bildungsauftrag und Einsatz für private Museen mit nationaler Bedeutung.
  • Kreativwirtschaft fördern: Eine kantonale Strategie entwickeln, um kulturelle Innovation und wirtschaftliches Potenzial besser zu nutzen.
  • Jugend- und Alternativkultur unterstützen: Transparente Förderkriterien und flexible Förderinstrumente. Die zusätzlichen Mittel aus der Trinkgeldinitiative sollen vollständig der Jugend- und Alternativkultur zugutekommen, für etablierte Institutionen und innovative Projekte. Dafür soll die Verwaltung nicht wachsen.
  • Baukultur bewahren: Eine möglichst unabhängige Denkmalpflege, bessere Koordination zwischen den zuständigen Stellen und ein Dialog auf Augenhöhe mit privaten Bauherrschaften. Auf Anstoss der LDP wurde das Denkmalschutzgesetz 2012 überarbeitet; seither sind Solaranlagen auch in der Schutzzone möglich.

Quellen: Abteilung Kultur Basel-Stadt, Jahresbericht 2025 · Grosser Rat Basel-Stadt, Revision des Denkmalschutzgesetzes (Geschäft 11.1041), Beschluss vom 14. November 2012

Leitgedanke: Eine freie, vielfältige und innovative Kulturstadt Basel, die private Initiative stärkt, regionale Verantwortung einfordert und öffentliche Mittel effizient und nachhaltig einsetzt.