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Liberale Grundhaltung

Reden stattCanceln

Wir setzen auf lebendige Debatten, nicht auf erhobene Zeigefinger.

Liberale Politik ist anstrengend. Sie verweigert sich der Vereinfachung, verlangt das Abwägen verschiedener Güter und empfindet das «einerseits, andererseits» nicht als Schwäche, sondern als Notwendigkeit. Das gilt heute mehr denn je.

Liberale Politik beginnt mit einem Grundsatz: Der Mensch ist mündig. Er kann und will selbst denken, urteilen und entscheiden, wenn man ihn lässt. Die LDP vertraut darauf. Deshalb steht sie für eine offene Debattenkultur, in der unbequeme Meinungen nicht weggeschwiegen, sondern gehört und diskutiert werden. Wer nur mit Gleichgesinnten spricht, hört bald auf zu denken.

Gegenüber dieser Tradition steht ein wachsender Trend: Die Verengung des öffentlichen Diskurses. Meinungen werden nicht mehr widerlegt, sondern ausgegrenzt. Personen werden nicht mehr kritisiert, sondern gecancelt. Kulturelle und gesellschaftliche Debatten werden mit moralischem Druck geführt statt mit Argumenten. Die LDP hält dagegen, von welcher Seite der Druck auch kommt.

Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit verteidigen

Meinungsfreiheit gilt für alle, nicht nur für Gleichgesinnte. Wer anderer Meinung ist, hat das Recht, es zu sagen. Das gilt auch für Kundgebungen, deren Inhalte die LDP ablehnt. Die Grenze ziehen das Strafrecht und der Verzicht auf Gewalt. Gesellschaftliche Debatten über Werte, Zusammenleben und Identität sind legitim und notwendig. Was die LDP ablehnt, ist die Instrumentalisierung dieser Debatten: Wenn Kultur zum Kampffeld wird, wenn Subventionen an politische Gesinnungsprüfungen geknüpft werden, wenn Andersdenkende aus dem öffentlichen Diskurs gedrängt werden. Basel braucht Debatten, keine Kulturkämpfe.

Haltung

Zu eigenen Positionen stehen

Die LDP vertritt klare Haltungen: Zur Notwendigkeit starker Institutionen. Zur Forschungsfreiheit. Das heisst: eine Universität, die frei forscht und lehrt, sich nicht von der Regierung lenken lässt und genug Mittel hat, und Gerichte, die unabhängig urteilen. Zu einer Sicherheitspolitik, die Probleme beim Namen nennt. Zur fairen, aber konsequenten Asylpolitik. Wer alles vermeiden will, was aneckt, sagt am Ende nichts mehr. Und wer nichts mehr sagt, bewirkt auch nichts.

Debattenkultur

Zuhören statt Urteilen

Reden heisst auch zuhören. Die LDP pflegt eine Debattenkultur, in der Argumente zählen, nicht Lautstärke oder moralischer Druck. Wer zuhört, versteht mehr. Wer versteht, entscheidet besser.