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Bildung

Chancen stattSchubladen

Wer will, soll können. Im Klassenzimmer, im Betrieb, in unserer Stadt.

Bildung braucht Investitionen. Sie ermöglicht Chancengerechtigkeit und sichert Basel-Stadts Stellung als führender Wirtschafts- und Forschungsstandort. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Bund und Kantone dort mehr investieren, wo es sich für den Standort auszahlt: bei Exzellenz, Wettbewerbsfähigkeit und Chancengerechtigkeit.

Basel ist ein Bildungsstandort. Das kommt allen zugute, ob als Lernende, Studierende, in der Life-Science-Branche oder als Einwohnerin oder Einwohner eines Kantons mit Zukunft. Dieser Vorteil muss aber gepflegt und verbessert werden. Nur wenn Volksschulen, Hochschulen, Fachhochschulen und forschungsintensive Branchen sowie die Berufsbildung zusammenspielen, bleibt Basel-Stadt unter den führenden Standorten weltweit. Wir setzen uns dafür ein, dass Basel auch in Zukunft für Exzellenz steht.

Integrative Schule

Integrative Schule, aber mit Augenmass

Bildung heisst für die LDP, dass alle eine Chance bekommen. Die integrative Schule trägt massgeblich dazu bei: Sie wirkt früher Ausgrenzung und Jugendarbeitslosigkeit entgegen. Es kann aber nicht sein, dass einzelne Kinder, die den Unterricht dauerhaft stören, die Chancen aller anderen schmälern. Auch die Begabten dürfen nicht zu kurz kommen. Die Arbeit muss für Lehrpersonen leistbar bleiben. Seit September 2024 sind Förderklassen wieder erlaubt, allerdings nur für Kinder mit Lernschwierigkeiten. Im Januar 2026 plante erst eine von 25 Schulen eine solche Klasse. Kantone brauchen mehr Unterstützung für die Volksschule. Die zunehmende Heterogenität der Klassen verursacht gerade in städtischen Gebieten hohe Zusatzkosten, die Kantone nicht allein tragen können. Der Soziodemografische Lastenausgleich muss deshalb besser alimentiert werden, damit Basel für seine Integrationsleistung angemessen entschädigt wird.

Quellen: Grosser Rat, Beschluss vom 18. September 2024 (SRF, 18. September 2024) · Blick, 26. Januar 2026

Frühe Sprachförderung

Sprache von Anfang an

Sprache ist die Grundvoraussetzung, um am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben. Wer früh Deutsch lernt, hat bessere Chancen – ein Leben lang. Dank einer Forderung der LDP besuchen Kinder aus nicht deutschsprachigen Familien bereits vor dem Kindergarten obligatorisch eine Kita oder Spielgruppe. Auf eine Motion von Patricia von Falkenstein hin sind es seit August 2024 drei statt zwei Halbtage pro Woche. Eine Studie mit der Universität Basel zeigt, dass es wirkt: Über 80 Prozent der untersuchten Kinder konnten kurz vor dem Kindergarten ausreichend Deutsch, und am meisten profitierten jene, die am wenigsten konnten. Zur Sprache gehört auch Französisch: Wir setzen uns dafür ein, dass Frühfranzösisch an der Primarschule erhalten bleibt. Für die LDP gilt: Wer will, soll können. Frühkindliche Bildung sorgt dafür, dass später auch wirklich alle können, die wollen.

Quelle: Erziehungsdepartement, Medienmitteilungen vom 24. Januar 2013 und 5. März 2026

An diesen Positionenmitarbeiten

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Berufsbildung

Berufsbildung als echte Option

Viele Länder beneiden die Schweiz um ihr Berufsbildungssystem. Wir setzen uns dafür ein, dass das Image der Berufslehre im städtischen Raum wieder attraktiver wird und das Dualsystem weiterhin dem Motto «Abschluss bringt Anschluss» folgt. Kantonale Unterlagen sollen Lehre und Gymnasium gleichwertig darstellen. Der Kanton soll selbst mehr Lehrstellen und Praktika anbieten, auch in der Informatik, und die Laufbahnberatung soll auch Gymnasiastinnen und Gymnasiasten erreichen. Einen kantonalen Berufsbildungsfonds lehnen wir ab.

Hochschulen und Forschung

Mehr Bundesmittel für Forschung an Universitäten und ETH.

Länder wie die USA, Singapur, China oder Grossbritannien investieren massiv in ihre Spitzenforschung. Wenn die Schweiz im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe und Spitzenplätze mithalten will, muss der Bund gerade im Forschungsbereich zusätzliche Mittel sprechen; auch zugunsten der Trägerkantone der Universität Basel. Ebenso braucht die Universität eine verlässliche Finanzierung durch beide Basel, und die Schweiz soll voll am EU-Forschungsprogramm Horizon Europe teilnehmen.

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Lehrpersonen

Lehrpersonen entlasten

Gute Schule steht und fällt mit den Lehrpersonen vor der Klasse, und ihre Arbeit verdient mehr Wertschätzung. Sie sollen sich aufs Unterrichten konzentrieren können. Für die Administration gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Was verzichtbar ist, sollen die Lehrpersonen und ihre Verbände selbst benennen. Reformen sollen nur kommen, wenn sie wirklich nötig sind, und nie ohne die Lehrerinnen und Lehrer. Fällt jemand aus, braucht es rasch eine qualifizierte Stellvertretung. Die Suche soll zentral und professionell organisiert sein, statt dass Schulen über private Chats suchen müssen. Und weil Lehrpersonen fehlen, darf die Pädagogische Hochschule nicht so sparen, dass die Ausbildung darunter leidet.

Matura

Eine Matura, die zählt

Die Basler Matura soll auch in Zukunft den Weg an alle Schweizer Hochschulen öffnen. Ihr Niveau darf nicht sinken, Änderungen sollen mit den Nachbarkantonen abgestimmt und Reformen nicht ohne Not eingeführt werden.

Stipendien

Bildung darf nicht am Geld scheitern

Wer will, soll können, auch wenn es finanziell schwierig ist. Stipendien sind nicht nur fürs Studium da: 2024 erhielten in Basel-Stadt 1822 Personen Stipendien, knapp ein Drittel davon für eine Berufslehre. Damit das Geld rechtzeitig ankommt, sollen Erstanträge Vorrang haben, ein fehlendes Dokument nicht gleich zur Ablehnung führen, und wer schon Stipendien bezieht, soll bei Verzögerungen einen Vorschuss erhalten. Der Antrag soll vollständig digital möglich sein, ohne jedes Jahr dieselben Unterlagen auf Papier einzureichen, und der Kanton soll ausweisen, wie lange die Bearbeitung dauert und warum Gesuche abgelehnt werden. Und wer neben der Ausbildung arbeitet, soll deutlich mehr verdienen dürfen als heute 6000 Franken im Jahr, bevor das Stipendium gekürzt wird. Alle drei Vorstösse der LDP hat der Grosse Rat an die Regierung überwiesen.

Quellen: Regierungsrat, Stellungnahme vom 10. Dezember 2025 · Grosser Rat, Beschlüsse vom 24. September 2025 und 18. März 2026