Zum Inhalt springen

Medienmitteilung

Gegen Qualitätsverlust und Basler Alleingang

11. Oktober 2024Basel

Die LDP hat von den Absichten des Erziehungsdepartements (ED) Kenntnis erhalten, die Bedingungen für die gymnasiale Maturität zu ändern; entsprechende Vorgaben hat die Erziehungsdirektorenkonferenz EDK gemacht. Die Politik wurde nicht zur Vernehmlassung eingeladen, obwohl sie letztlich für die Qualität der Schule verantwortlich ist. In einer spontanen Stellungnahme kritisiert die LDP einige der geplanten Änderungen und lehnt andere ab.

Von einigen Hochschulen ist immer wieder die Drohung zu vernehmen, Aufnahmeprüfungen durchzuführen, weil die Qualität der Maturität abgenommen habe. Die LDP hält es für enorm wichtig, dass die bestandene Maturität auch in Zukunft den Zugang zu allen schweizerischen Hochschulen garantiert. Deshalb darf das Niveau der Maturitätsanforderungen nicht gesenkt werden.

Mit dieser bisher ungenügend diskutierten Reform droht aber ein Qualitätsverlust der Maturitätsschulen. Die LDP kritisiert insbesondere die Ausführungen, dass Französisch und Italienisch auf dem gleichen Sprachniveau abgeschlossen werden. Dies suggeriert, dass langjährige Französischkenntnisse innert kurzer Zeit kompensiert werden könnten, was bedenklich ist. Bedenken bestehen auch bezüglich der Aufwertung des Faches Sport. Auch wenn die Bereiche Ernährung und Gesundheit hinzukommen, bleibt diese Kombination nebulös. Es ist nicht erkennbar, wie diese Neuerung ausgestaltet werden soll. Die vorgesehenen Änderungen dürfen nicht zu einer Verwässerung des Maturitätsniveaus führen.

Basel-Stadt kann sich bei der Schulbildung keine weiteren Alleingänge leisten. Es muss zumindest mit allen Kantonen des Bildungsraums Nordwestschweiz abgestimmt werden, wie die geltenden Verordnungen allenfalls anzupassen sind.

Zudem ist mit der Umsetzung von Änderungen zuzuwarten, um die Lehrpersonen nicht weiter mit nicht zwingend notwendigen Reformschritten zu belasten. Die LDP fordert den Einbezug der Lehrerinnen und Lehrer bzw. ihrer Organisationen.

Die LDP bedauert, dass das ED keine breite politische Diskussion über diese wichtigen Themen wünscht.

Neueste Medienmitteilungen

Alle Medienmitteilungen
  • Medienmitteilung

    LDP fordert: SP muss sich von JUSO-Forderungen und Gewaltaufrufen distanzieren

    31. August 2026

    Die JUSO verlangte Straffreiheit für die Teilnehmenden der unbewilligten Demonstration «Death to Zionism» und den Rücktritt von Regierungsrätin Stephanie Eymann. Die LDP fordert von der SP eine unmissverständliche Distanzierung von Gewaltaufrufen und von der Haltung ihrer Jungpartei.

  • Medienmitteilung

    LDP zur angekündigten Demonstration „Death to Zionism“

    26. August 2026

    Die LDP begrüsst den Entscheid der Kantonspolizei, die für den 29. August 2026 angekündigte Demonstration «Death to Zionism» als nicht bewilligungsfähig zu beurteilen. Wer zu Gewalt aufruft, missbraucht nach Ansicht der Partei das Grundrecht der freien Meinungsäusserung.

  • Medienmitteilung

    Parolenfassung für die Abstimmungen vom 27. September 2026: LDP sagt viermal Nein

    19. August 2026

    Die Parteiversammlung vom 19. August 2026 hat die Parolen für den 27. September gefasst und lehnt alle vier zur Abstimmung stehenden Volksinitiativen einstimmig ab. Für die Ersatzwahl ins Präsidium des Appellationsgerichts unterstützt die LDP den Mitte-Kandidaten Alberto Fabbri.