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Wirtschaft und Gewerbe

Forschung stattRückschritt

Wer Innovation bremst, schwächt den ganzen Standort.

Basel-Stadt lebt von seiner Wirtschaft. Ob Arbeitsplätze, Bildung oder soziale Sicherheit: Vieles, was Basel ausmacht, verdanken wir starken und gesunden Unternehmen, kleinen wie grossen. Die Pharmaindustrie, Versicherungen, Banken, zahlreiche KMU des lokalen Gewerbes und über 800 Unternehmen des Life-Sciences-Clusters in der Region finanzieren direkt und indirekt das öffentliche Leben dieses Kantons. 2024 erbrachten die Life Sciences in Basel-Stadt rund 40 Prozent der Wertschöpfung. Die LDP setzt sich dafür ein, dass das so bleibt: mit kluger Standortpolitik, weniger Bürokratie und Rahmenbedingungen, die es Unternehmen und Privatpersonen ermöglichen, in Basel zu bleiben.

Quellen: Basel Area, Fakten über die Life-Sciences-Industrie, 19. März 2025 · Kanton Basel-Stadt, Wirtschaftsstruktur, Stand 31. August 2026

Über 99 Prozent der Basler Firmen sind KMU. Das lokale Gewerbe schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze und sorgt für Angebotsvielfalt. Damit das so bleibt, braucht es faire Bedingungen.

Quelle: Kanton Basel-Stadt, Wichtige Branchen und Unternehmen

Life Sciences

Life-Sciences-Standort schützen

Basel ist ein globales Zentrum der medizinischen Forschung. Doch die Pharmaindustrie steht unter erheblichem Druck: US-Handelspolitik, Zölle und internationale Marktregulierung belasten den Standort Schweiz bereits heute. Wir dürfen diesen Druck nicht zusätzlich durch schlechte eigene Rahmenbedingungen verstärken und den Life-Sciences-Standort aufs Spiel setzen. Die Schweiz kann die globalen Rahmenbedingungen nicht steuern. Die eigenen aber schon. Dazu gehören Gesetze, die Forschung ermöglichen, ein verlässlicher Patentschutz und keine einseitigen Preisvorschriften. Unternehmen sollen auf ihren eigenen Arealen bauen und erneuern können, und die Universität soll in den Life Sciences führend bleiben.

Quellen: SECO, Handelsbeziehung Schweiz und USA, Stand 17. August 2026 · Interpharma, US-Pharmazölle: Was die neuen Regelungen für den Forschungs- und Pharmastandort Schweiz bedeuten, 14. August 2026

Die LDP lehnt im Bund und im Kanton Regulierungen ab, die den Life-Sciences-Standort zusätzlich belasten, und setzt sich dafür ein, dass Basel auch unter schwierigen externen Bedingungen wettbewerbsfähig bleibt.

Standortpaket

Standortpaket verteidigen

Das Basler Standortpaket leitet einen Teil der Mehreinnahmen aus der OECD-Mindeststeuer gezielt an die Unternehmen zurück: vor allem in Forschung und Innovation, dazu in Elternzeit und Klimaschutz. So werden Arbeitsplätze und Steuereinnahmen geschützt. Die Basler Stimmbevölkerung hat es am 18. Mai 2025 mit 63 Prozent angenommen, gegen ein Referendum aus linken Kreisen. Kritisiert wird es weiterhin. Die LDP steht dafür ein, dass die Logik des Pakets erhalten bleibt: Standortförderung vor Umverteilung. Dazu gehört, dass mindestens drei Viertel der Ergänzungssteuer beim Kanton bleiben, der den Standort finanziert.

Quellen: Grosser Rat Basel-Stadt, Wirtschafts- und Abgabekommission zum Standortpaket, 10. Januar 2025 · Kanton Basel-Stadt, Schlussresultat der kantonalen Abstimmung vom 18. Mai 2025 · Grüne Basel-Stadt, Medienmitteilung vom 24. Juni 2026 · Grüne Basel-Stadt, Medienmitteilung vom 10. September 2026

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Gewerbe

Gewerbe nicht verdrängen

Der Quartierelektriker, die Velowerkstatt oder das Café mit Bäckerei um die Ecke beleben Quartiere und schaffen Lehrstellen. Damit das so bleibt, braucht es faire Bedingungen: Gewerbeflächen, die erhalten bleiben. Bewilligungsverfahren, die nicht monatelang dauern. Lieferbedingungen, die funktionieren. Faire Entschädigungen, wenn Baustellen des Kantons den Umsatz einbrechen lassen. Und keine zusätzlichen Lohnnebenkosten, die Betriebe belasten. Die LDP setzt stattdessen auf Sozialpartnerschaft und Gesamtarbeitsverträge, die branchenspezifische Gegebenheiten widerspiegeln, wie es kein Gesetz je können wird.

Mobilität

Bedarfsgerechte Mobilität

Basels Arbeitsplätze müssen erreichbar sein. Zu Fuss, per Velo, per ÖV und auch per Auto, für alle, die darauf angewiesen sind oder für die es am praktischsten ist. Für Einwohnerinnen und Einwohner wie für Pendlerinnen und Pendler, ob sie aus der Agglomeration, dem Dreiland oder der übrigen Schweiz kommen. Das Strassennetz, die Verkehrsführung und die Parkierpolitik müssen den Bedürfnissen des im Kanton ansässigen lokalen Gewerbes gerecht werden, damit diese wichtigen Dienstleister auch in Zukunft gerne in und für Basel arbeiten. Die Themen Wohnen und Arbeiten müssen dabei ganzheitlich gedacht und mit Weitsicht geplant werden, um eine umfassende Lebens- und Arbeitsqualität und damit verbundenen Wohlstand zu wahren.

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Verwaltung

Keine Konkurrenz zwischen Verwaltung und Privatwirtschaft

Die Verwaltung muss so aufgestellt sein, dass der Service public den Bedürfnissen der Privatpersonen, Institutionen und Firmen gerecht wird und die Lebensqualität im Kanton hoch bleibt. Es ist jedoch nicht Aufgabe der Verwaltung, Leistungen zu erbringen, die Private bereits anbieten. Die Verwaltungsteams sollen ihre Aufträge erfüllen, und externe Mandate nur dann vergeben, wenn dazu klar die interne Kompetenz fehlt. Ebenso wenig sollen die Arbeitsbedingungen des Staatspersonals so ausgestaltet werden, dass diese unsere KMU konkurrenzieren. Der Kanton darf Sicherheit bieten, sich jedoch nicht auf Kosten der Steuerzahlenden in einen Wettbewerb mit Privaten begeben. Die LDP unterstützt deshalb die Bürokratie-Stopp-Initiative, die verlangt, dass die Kantonsverwaltung höchstens im gleichen Mass wächst wie die Bevölkerung.

Quelle: Regierungsrat Basel-Stadt, Bericht zur Bürokratie-Stopp-Initiative (26.0444.01), 17. Juni 2026

Fachkräfte

Fachkräfte finden

Basler Unternehmen, von der Pharma bis zum Handwerksbetrieb, brauchen Fachkräfte. Sie müssen sie ohne Probleme auch im Ausland rekrutieren können. Darum lehnt die LDP Initiativen ab, welche die Personenfreizügigkeit gefährden, und setzt sich dafür ein, dass Hochschulen und Firmen an den europäischen Forschungsprogrammen teilnehmen können. Ebenso wichtig sind Kitas und Tagesstrukturen, damit Eltern arbeiten können.

Start-ups

Mehr als ein Standbein

Neben den Life Sciences sollen in Basel auch Start-ups aus anderen Branchen wachsen können, etwa aus der Digital-, Finanz- und Versicherungswirtschaft. Wer an der Universität forscht, soll seine Idee in Basel zur Firma machen können.