Zum Inhalt springen

Medienmitteilung

Budgetpostulat Michael Hug zu Gunsten Jüdisches Museum: Sicherheit soll nicht privat finanziert werden müssen

14. Dezember 2023Basel

Mit einem Budgetpostulat fordert LDP-Grossrat Michael Hug eine Erhöhung des Aufwandes im Bereich «Kultur» um 85’000 Franken. Mit diesen Mitteln soll das Jüdische Museum in Basel stiegenen Sicherheitsaufwand entlastet werden. «Die Sicherheit eines öffentlich zugänglichen Museums soll nicht privat finanziert werden müssen», erläutert Hug seinen Vorstoss.

Das einzige Jüdische Museum der Schweiz (JMS) ist in Basel domiziliert. Während der Öffnungszeiten wird der Eingang zum Jüdischen Museum der Schweiz bewacht und der dadurch entstehende finanzielle Aufwand von einer privaten Donatorin getragen.

Seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel im Oktober 2023 besteht für das JMS eine erhöhte Alarmbereitschaft wegen der Gefahr antisemitischer Angriffe. Der Bund weist in einer Verlautbarung darauf hin, dass dem Schutz der Sicherheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens eine zentrale Bedeutung zukommt und der Grosse Rat des Kantons BS hat am 18. November 2023 eine Resolution verabschiedet, in der u.a. Massnahmen zum Schutz jüdischer Einrichtungen gefordert werden.

In Bezug auf das JMS betrifft der Schutz auch die Besucherinnen und Besucher, u.a. Schulklassen. Gerade in dieser Situation ist es wertvoll, nicht zuletzt aus pädagogischer Sicht, dass das JMS die Öffnungszeiten aufrechterhalten und darüber hinaus Veranstaltungen durchführen kann. In jüngster Vergangenheit wurden Besuche von Schulklassen und von Veranstaltungsteilnehmenden sistiert mit der Begründung, dass die Sicherheit-Vorkehrungen nicht genügen.

Es ist nicht vertretbar, dass die unbestritten notwendigen Sicherheitsmassnahmen für ein öffentlich zugängliches Museum weiterhin aus privaten Mitteln gewährleistet werden müssen; der Staat steht, besonders in der jetzigen prekären Lage, in der Verantwortung. Die aktuell privat geleisteten Beiträge für die Bewachung belaufen sich jährlich auf CHF 85’000.- bei reduzierten Öffnungszeiten von 21 Stunden pro Woche. Bei einem regulärem Museumsbetrieb mit 42 Öffnungsstunden pro Woche würden diese auf CHF 170’000.- p.a. belaufen.

Neueste Medienmitteilungen

Alle Medienmitteilungen
  • Medienmitteilung

    LDP fordert: SP muss sich von JUSO-Forderungen und Gewaltaufrufen distanzieren

    31. August 2026

    Die JUSO verlangte Straffreiheit für die Teilnehmenden der unbewilligten Demonstration «Death to Zionism» und den Rücktritt von Regierungsrätin Stephanie Eymann. Die LDP fordert von der SP eine unmissverständliche Distanzierung von Gewaltaufrufen und von der Haltung ihrer Jungpartei.

  • Medienmitteilung

    LDP zur angekündigten Demonstration „Death to Zionism“

    26. August 2026

    Die LDP begrüsst den Entscheid der Kantonspolizei, die für den 29. August 2026 angekündigte Demonstration «Death to Zionism» als nicht bewilligungsfähig zu beurteilen. Wer zu Gewalt aufruft, missbraucht nach Ansicht der Partei das Grundrecht der freien Meinungsäusserung.

  • Medienmitteilung

    Parolenfassung für die Abstimmungen vom 27. September 2026: LDP sagt viermal Nein

    19. August 2026

    Die Parteiversammlung vom 19. August 2026 hat die Parolen für den 27. September gefasst und lehnt alle vier zur Abstimmung stehenden Volksinitiativen einstimmig ab. Für die Ersatzwahl ins Präsidium des Appellationsgerichts unterstützt die LDP den Mitte-Kandidaten Alberto Fabbri.