Die LDP Basel-Stadt reicht zwei parlamentarische Vorstösse ein, welche die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung ins Zentrum stellen. Angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden braucht Basel eine vorausschauende Wasserstrategie, statt erst dann zu handeln, wenn Engpässe bereits Realität sind.
Fragen zum sorgsamen Umgang mit Trinkwasser
Bereits vor rund zehn Jahren und vor vier Jahren hat die LDP den Regierungsrat zur langfristigen Trinkwasserversorgung befragt. Seither haben sich die Rahmenbedingungen weiter verändert. Längere Hitze- und Trockenperioden stellen neue Anforderungen an eine langfristig sichere Wasserversorgung. Mit einer schriftlichen Anfrage verlangt die LDP deshalb eine aktuelle Auslegeordnung: Ist die Versorgung künftig gesichert? Welche Zusatzmassnahmen sind sinnvoll? Und wie tragen Kanton und Bevölkerung heute schon zum Wassersparen bei?
Philip Karger, Grossrat der LDP Basel-Stadt, sagt: «Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gehört zur kritischen Infrastruktur unseres Kantons. Basel ist heute gut aufgestellt – aber angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden müssen wir regelmässig überprüfen, ob unsere Wasserversorgung auch langfristig sicher bleibt. Vorsorge ist günstiger und verantwortungsvoller, als später auf Engpässe reagieren zu müssen.»
Forderung nach Anreizen für Bevölkerung
Ergänzend fordert die LDP mit einem Anzug konkrete Anreize, damit Private künftig vermehrt Regenwasser nutzen können. Private Zisternen, etwa für die Gartenbewässerung oder WC-Spülung, reduzieren den Verbrauch von hochwertigem Trinkwasser und entlasten gleichzeitig die Infrastruktur. Die LDP schlägt deshalb vor, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer besser über die Möglichkeiten von Zisternen zu informieren, Vorschriften zu vereinfachen, Fehlanreize bei den Abwassergebühren zu beseitigen und zeitlich befristete Förderbeiträge für den Bau solcher Anlagen sowie weiterer Wassersparmassnahmen zu prüfen.
Annina von Falkenstein, Fraktionspräsidentin der LDP Basel-Stadt, ergänzt: «Hochwertiges Trinkwasser sollten wir dort einsetzen, wo es wirklich gebraucht wird. Wer Regenwasser sinnvoll nutzt, entlastet die Trinkwasserversorgung und übernimmt Eigenverantwortung. Der Staat soll dafür gute Rahmenbedingungen schaffen – mit pragmatischen Anreizen statt unnötiger Bürokratie.»
Für die LDP gehören Versorgungssicherheit, Eigenverantwortung und ein sorgfältiger Umgang mit natürlichen Ressourcen zusammen. Wer private Investitionen in ressourcenschonende Lösungen ermöglicht, stärkt die Resilienz der Wasserversorgung und schafft einen nachhaltigen Mehrwert für Bevölkerung und Umwelt.