Die LDP Basel-Stadt fordert den Regierungsrat auf, gemeinsam mit Fachpersonen und Forschungseinrichtungen ein kantonales Myopie-Präventionsprogramm zu erarbeiten. Ziel ist es, die zunehmende Kurzsichtigkeit bei Kindern frühzeitig zu verhindern und damit langfristig die Sehkraft zu erhalten. Hintergrund ist, dass starke Kurzsichtigkeit als eine der Hauptursachen für spätere schwere Sehbeeinträchtigungen und Erblindung gilt. Eine Zunahme an Erblindungen führt zu Konsequenzen für den Arbeitsmarkt und die Sozialversicherungen: dies möchte die LDP verhindern.
Basel verfügt mit der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, dem Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology (IOB) sowie zahlreichen Fachärztinnen und Fachärzten über ausgezeichnete Voraussetzungen, um eine Vorreiterrolle in der Prävention einzunehmen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen vor – nun gilt es, diese zu bündeln und in wirksame Präventionsmassnahmen für Kinder und Familien zu überführen.
Grossrätin Annina von Falkenstein erklärt: «Gerade weil Kinder heute mehr Zeit vor Bildschirmen verbringen und sich weniger im Freien aufhalten, braucht es gezielte Prävention. Basel verfügt über das notwendige Fachwissen – dieses Potenzial sollten wir nutzen, um die Augengesundheit der nächsten Generation nachhaltig zu schützen.»
Mit ihrer Motion fordert die LDP den Regierungsrat auf, gemeinsam mit Fachgesellschaften, Forschungsinstitutionen und – wenn möglich – weiteren Kantonen ein flächendeckendes Myopie-Präventionsprogramm zu lancieren.