Zum Inhalt springen

Medienmitteilung

LDP will Eindämmung der Vorstossflut im Grossen Rat

26. November 2019Basel

Das kantonale Parlament ist in jüngster Zeit durch einen Pendenzenberg gelähmt, der einen vernünftigen und effizienten Rats-Betrieb nicht mehr gewährleisten lässt. Nach Auffassung des LDP ist es dringend notwendig, für diese unhaltbare Situation Lösungen zu finden, sei es über Änderungen der Geschäftsordnung des Grossen Rates oder andere Massnahmen. LDP-Fraktins-Chef Michael Koechlin bittet das Ratsbüro in einem Anzug, solche Massnahmen zu prüfen und dem Grossen Rat innerhalb eines Jahres entsprechende Änderungen vorzulegen.

Der Grosse Rat muss seit einigen Monaten neben allen Ratschlägen des Regierungsrates und weiteren Geschäften eine noch nie dagewesene Anzahl neu eingereichter persönlicher Vorstösse beraten. Im ordentlichen Sitzungsrhythmus, selbst mit regelmässigen Nachtsitzungen, ist diese Menge nicht mehr zu bewältigen. Das Parlament droht sich selbst zu lähmen.

Zudem ist ein mehrfaches, oft monatelanges Verschieben persönlicher Vorstösse für alle Beteiligten sehr unangenehm. Die Verwaltung wird durch die Beantwortung dieser Vorstossflut mit einem nicht mehr verantwortbaren Aufwand belastet.

Gründe für das Anwachsen des Pendenzenberges sind neben der Ausweitung des Instruments der Motion zum einen Grossratsmitglieder, die mehrere Vorstösse pro Sitzung einreichen, zum anderen zuviele Vorstösse, deren Inhalt mit bereits früher eingereichten Vorstössen praktisch identisch ist, und zuviele Vorstösse, die nicht sorgfältig genug recherchiert und formuliert sind. So werden z.B. Forderungen gestellt, die in bestehenden Gesetzen oder Verordnungen bereits erfüllt sind, oder deren Erfüllung gar nicht in der Kompetenz des Kantons liegen.

Zu wenig genutzt wird nach Ansicht der LDP das Instrument der Interfraktionellen Konferenz IFK und ihrer Kreuztabelle. Auch bei unbestrittenen Geschäften wird häufig und unnötig votiert, statt Unbestrittenes einfach durchzuwinken.

Die LDP ist besorgt über diese Entwicklung und sieht eine akute Gefährdung eines effizienten Grossrats-Betriebes.LDP-Fraktionspräsident Michael Koechlin fordert deshalb das Ratsbüro auf, innert Jahresfrist Lösungen zu präsentieren, um die Vorstossflut einzudämmen, den Pendenzenberg auf ein akzeptables Mass zu reduzieren und einen effizienten Parlamentsbetrieb gewährleisten zu können – sei es über Änderungen der Geschäftsordnung des Grossen Rates sowie allenfalls über andere geeignete Massnahmen.

Neueste Medienmitteilungen

Alle Medienmitteilungen
  • Medienmitteilung

    LDP fordert: SP muss sich von JUSO-Forderungen und Gewaltaufrufen distanzieren

    31. August 2026

    Die JUSO verlangte Straffreiheit für die Teilnehmenden der unbewilligten Demonstration «Death to Zionism» und den Rücktritt von Regierungsrätin Stephanie Eymann. Die LDP fordert von der SP eine unmissverständliche Distanzierung von Gewaltaufrufen und von der Haltung ihrer Jungpartei.

  • Medienmitteilung

    LDP zur angekündigten Demonstration „Death to Zionism“

    26. August 2026

    Die LDP begrüsst den Entscheid der Kantonspolizei, die für den 29. August 2026 angekündigte Demonstration «Death to Zionism» als nicht bewilligungsfähig zu beurteilen. Wer zu Gewalt aufruft, missbraucht nach Ansicht der Partei das Grundrecht der freien Meinungsäusserung.

  • Medienmitteilung

    Parolenfassung für die Abstimmungen vom 27. September 2026: LDP sagt viermal Nein

    19. August 2026

    Die Parteiversammlung vom 19. August 2026 hat die Parolen für den 27. September gefasst und lehnt alle vier zur Abstimmung stehenden Volksinitiativen einstimmig ab. Für die Ersatzwahl ins Präsidium des Appellationsgerichts unterstützt die LDP den Mitte-Kandidaten Alberto Fabbri.