Zum Inhalt springen

Medienmitteilung

Sexuelle Belästigung in der Schweiz – Dringender Handlungsbedarf Die Jungliberalen (JLB) fordern eine Revision des Sexualstrafrechts

22. Dezember 2020Basel

Aus der neu erschienenen JAMES-Studie 2020 der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ZHAW, geht hervor, dass fast die Hälfte aller Jugendlichen (44%) im Internet bereits einmal von einer fremden Person mit unerwünschten sexuellen Absichten konfrontiert worden ist. Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 19 Jahren sind mit 55% stärker betroffen als Knaben und junge Männer mit 28%. Für die Studie relevant ist, dass die Betroffenen «von einer fremden Person online mit unerwünschten sexuellen Absichten» angesprochen wurden. Diese Resultate der Erhebung belegen, was auch andere Erhebungen wie beispielsweise die Studie «sexuelle Gewalt» von gfs.bern zeigen: Sexuelle Gewalt und Belästigung, seien sie verbal oder körperlich, digital oder real sind auch in der Schweiz weit verbreitet.

Wir Jungliberale sehen hier dringenden Handlungsbedarf. Gefordert ist die Politik. Aber auch gesellschaftlich muss sich etwas verändern. Es darf nicht sein, dass sexuelle Belästigung und Catcalling zum Alltag von Frauen und Mädchen gehört, die weit häufiger betroffen sind als Männer.

Die Erkenntnisse aus dieser anerkannten Studie veranlassen die JLB, sowohl im Kanton Basel-Stadt als auch im Bund bei der anstehenden Revision des Sexualstrafrechts gemeinsam mit der LDP die Erweiterung des Tatbestands der sexuellen Belästigung zu fordern. Sexuelle Belästigung durch Gesten, im Internet oder auch durch verletzende blöde Sprüche muss geahndet werden können; eine Ergänzung der Ordnungsbussenverordnung (OBV) könnte Abhilfe schaffen, weil fehlbares Verhalten rasch und vor Ort bestraft werden könnte. Diese und weitere Forderungen werden wir in der anstehenden Vernehmlassung stellen. Andere Parteien sind eingeladen, diese Forderungen zu unterstützen.

Zudem werden wir sämtliche Jungparteien des Kanton Basel-Stadt zu einem digitalen Runden Tisch einladen. Dort sollen weitere konkrete Forderungen mit breiter Abstützung aufgestellt werden.

Neueste Medienmitteilungen

Alle Medienmitteilungen
  • Medienmitteilung

    LDP fordert: SP muss sich von JUSO-Forderungen und Gewaltaufrufen distanzieren

    31. August 2026

    Die JUSO verlangte Straffreiheit für die Teilnehmenden der unbewilligten Demonstration «Death to Zionism» und den Rücktritt von Regierungsrätin Stephanie Eymann. Die LDP fordert von der SP eine unmissverständliche Distanzierung von Gewaltaufrufen und von der Haltung ihrer Jungpartei.

  • Medienmitteilung

    LDP zur angekündigten Demonstration „Death to Zionism“

    26. August 2026

    Die LDP begrüsst den Entscheid der Kantonspolizei, die für den 29. August 2026 angekündigte Demonstration «Death to Zionism» als nicht bewilligungsfähig zu beurteilen. Wer zu Gewalt aufruft, missbraucht nach Ansicht der Partei das Grundrecht der freien Meinungsäusserung.

  • Medienmitteilung

    Parolenfassung für die Abstimmungen vom 27. September 2026: LDP sagt viermal Nein

    19. August 2026

    Die Parteiversammlung vom 19. August 2026 hat die Parolen für den 27. September gefasst und lehnt alle vier zur Abstimmung stehenden Volksinitiativen einstimmig ab. Für die Ersatzwahl ins Präsidium des Appellationsgerichts unterstützt die LDP den Mitte-Kandidaten Alberto Fabbri.