Mit der Überweisung der Motion Philip Karger hat der Grosse Rat vergangenen Mittwoch den Weg für eine Verstärkung der Ressourcen in der alterspsychiatrischen Versorgung geebnet. Entgegen der ablehnenden Haltung des Regierungsrats folgte eine deutliche Mehrheit von 59 zu 33 Stimmen der Argumentation, dass der Behandlungs- und Betreuungsbedarf von älteren Menschen mit Demenz sowie anderen psychiatrischen Erkrankungen in den nächsten 20 Jahren erheblich zunehmen wird.
Bereits heute zeigt eine repräsentative Erhebung, dass in der Mehrheit der Basler Alters- und Pflegeheime eine alterspsychiatrische Beratung und Betreuung oft nicht zeitgerecht zur Verfügung steht. Die nun beschlossene Verstärkung der Ressourcen – beispielsweise bei der Universitären Altersmedizin Felix Platter (UAFP) – zielt darauf ab, die aufsuchende Beratung in den Institutionen der Alterspflege sicherzustellen. Ziel ist es auch, die Überforderung und Erschöpfung des Pflegepersonals zu mindern und unnötige Spitaleinweisungen zu vermeiden. Damit wird sichergestellt, dass Menschen mit Demenz und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen sowohl in Heimen als auch im ambulanten Bereich eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung erhalten.